Fledermäuse in Kiel

Projensdorfer Gehölz

Hier sind immer wieder einige jagende Fledermäuse zu beobachten (insbesondere am Erlenkampsee) und obwohl es in dem meist jungen Baumbestand fast keine natürliche Höhlen gibt sind die künstlichen Quartiere ebenfalls meist leer. Offensichtlich haben die Tiere ihre Quartiere in der weiteren Umgebung, aber eher selten im Gehölz selbst.

Forstbaumschule / Düsternbrooker Gehölz: Auch hier sind jagende Fledermäuse zu beobachten, aber auch hier scheinen die Quartiere meist außerhalb der Parks zu liegen.

Vieburger Gehölz

In diesem weiten Gebiet sind die Schwegler-Höhlen mit den meisten Arten besetzt: Abendsegler, Rauhhautfledermaus, Fransenfledermaus und Langohrfledermaus wurden nachgewiesen. Die Abendsegler scheinen das Gebiet auch für die Balz zu nutzen. Sicherlich wird das Vieburger Gehölz wegen des teilweise alten Baumbestandes und der guten Vernetzung zur Eider hin besonders gut angenommen.

Hofholz

Auch hier handelt es sich um ein Gebiet, in dem viele Fledermäuse anzutreffen sind und sich gute beobachten lassen. In dem alten Buchenbestand sind sicherlich viele natürliche Höhlen vorhanden, ab dem Sommer reichen aber auch diese nict mehr und die künstlichen Quartiere werden dann ebenfalls gut angenommen.  Im Herbst sind verschiedene Arten von Balzrufen zu hören, die wir noch nicht alle zuordnen konnten. Die gute Vernetzung zum Domänental und den danach folgenden Feuchtwiesen unterstützt die hohe Fledermausaktivität. Es bestehen hier auch gute „Flugstraßen“ zur Levensauer Hochbrücke und wahrscheinlich kennen die Tiere auch das naheliegende Russeer Gehege.

Russeer Gehege

Das Russeer Gehege ist von zwei Autobahnen eingerahmt, scheint für die Tiere aber trotzdem attraktiv zu sein.  2004 wurde erstmals ein Paarungsquartier der Teichfledermaus nachgewiesen. Seitdem werden immer wieder Teichfledermäuse gefunden, teilweise sogar beringte Exemplare.

Schwentine: Auch hier sind viele Fledermäuse zu beobachten, sicherlich wegen der Nähe zum Wasser, das viel Beute verspricht. Anwohner berichten immer wieder von Wochenstuben von Zwergfledermäusen unter ihren Dächern mit 50-100 Tieren.

weitere Gebiete: wer einfach nur mal Fledermäuse bei der Jagd beobachten möchte, kann dies an vielen weiteren Stellen in Kiel. Dies ist praktisch überall möglich, wo ausreichend große Wasserflächen vorhanden sind, z.B. im Schrevenpark, Domänental oder an der Schwentine. Im Schrevenpark jagen hauptsächlich Zwergfledermäuse und Breitflügelfledermäuse, die vermutlich unter den Dächern der anliegenden Altbauten Unterschlupf finden, während die Tiere im Domänental aus dem angrenzenden Hofholz oder aus Kronshagen (Zwergfledermmäuse) kommen. Daher sind auch hier mehr Arten anzutreffen, was die Beobachtung besonders interessant macht.

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